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24. Nov. 2009

Respekt (lateinisch respectus „Zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung“ bzw. respecto „zurücksehen, berücksichtigen“) bezeichnet eine Form der Wertschätzung, Achtung und Ehrerbietung gegenüber einer anderen Person (Respektsperson) oder Institution. Eine Steigerung des Respektes ist die Ehrfurcht, etwa vor einer Gottheit.

Gegenbegriffe sind Respektlosigkeit, Disrespekt, gesteigert: Verachtung.

Quelle: Wikipedia

Theoretisch eine ganz einfache Sache, die schon kleine Kinder verstehen. In der Praxis scheinbar für Einige nicht umsetzbar.

Leider gibt es verdammt viele Leute, die ihre vermeintliche Stärke oder ihr Selbstbewusstsein aus der Schwäche anderer Menschen ziehen.

Die ihre eigene Unzulänglichkeit zu kompensieren versuchen, indem sie ihre Mitmenschen respektlos behandeln und sich so das Gefühl verschaffen, ihnen überlegen zu sein.

Die es ausnutzen, dass sich nicht jeder traut, sich zur Wehr zu setzen.

DAS KOTZT MICH AN!

Respekt sollte nichts sein, was man sich erarbeiten muss. Er sollte Voraussetzung im täglichen Miteinander sein.

Es gibt sicherlich viele Menschen, die sich den Respekt oder die Achtung vor sich selbst verspielen, keine Frage.

Aber darum geht es mir hier nicht. Mir geht es darum, dass es mich wütend macht, wenn ich sehe, dass Menschen, die ich sehr gern hab, von anderen grundlos respektlos behandelt werden. Die darunter leiden, dass andere ihre Schwäche oder ihre Schüchternheit ausnutzen.

Diejenigen, die mich kennen, wissen dass ich bei Ungerechtigkeit rot sehe. Und dieser Blogpost ist eigentlich nicht meine Art, meinem Ärger Luft zu machen. Bei mir gibt es normalerweise meine unzensierte Meinung direkt ins Gesicht.

Aber manchmal muss es Ausnahmen geben – aus RESPEKT vor einem anderen Menschen.

Die Miri

7. Aug. 2009

Eigentlich dachte ich immer, dass ich auf meinem meta-xing-Profilfoto recht zufrieden dreinschaue… Anscheinend vermuten aber einige, dass sich auf der versteckten linken Gesichtshälfte ein gieriger Blick nach einem neuen Job verbirgt.

Erst letzte Woche rief mich einer dieser Schlaumeier an, um mir ein umwerfendes Jobangebot zu machen:

“Guten Morgen! Schön, dass ich Sie persönlich erreiche. blablablablabla”


Da es noch sehr früh war und mich diese enthusiastische Begrüßung leicht agressiv machte, unterbrach ich ihn ihn ziemlich knapp. Aber die Blitzbirne meinte messerscharf kombiniert zu haben, dass ich “gerade nicht reden” könne.Das ist sowieso immer die geilste Eröffnungsfrage bei solchen Anrufen: “Frau F., können Sie reden?” WTF? Wenn ich nicht reden könnte, müsstest Du mich nicht anrufen, sondern einfach ne E-Mail mit nem Jobangebot für Pantomime-Künstler oder Stummfilmdarsteller schicken!!!

Na gut, in dem Fall hatte der Typ aber recht, denn es war 8:15 Uhr, da knurre ich höchstens. Reden kann man es zumindest nicht nennen.

“Wann kann ich Sie denn anrufen?” -”Später!!” -

“Wann denn später? Können Sie mir das konkreter sagen” -

“Nein, geben Sie mir Ihre Nummer. Ich ruf zurück.” -

“Wann werden Sie mich denn zurückrufen?”

Kerl, Kerl , Kerl, der Typ hat aber in der Lassdichnichtabwimmeln-Schulung gut aufgepasst!

“Später!!!!”

Er hinterließ seine Nummer und da ich bekanntermaßen ein verdammt neugieriger Mensch bin, rief ich mittags zurück, um mir sein Wahnsinns-Angebot mal anzuhören.Er schien nicht wirklich überrascht, dass ich tatsächlich zurückrief, was mich wiederum verwunderte, vielleicht weil mir morgens der arrogante Tonfall in seiner Stimme noch nicht aufgefallen war. Der Typ war auf jeden Fall verdammt von sich überzeugt, oder hat auch im liebedichselbst-Kurs gut aufgepasst.

“Schön, dass Sie anrufen. Ich hoffe nun können wir ungestört reden…blablabla
…Bei der Angebot, das ich Ihnen heute machen möchte, handelt es sich um einen Job bei DEM Marktführer seiner Branche!…”

Na klar, sind se ja immer..

“…unser Klient entwickelt webbasierte Lösungen…”

Man hört, dass er den Scheiß abliest…

“für das Marketing und blablablablabla……”

Als ich dachte, der Monolog würde niemals enden und schon halb-verzweifelt gedanklich weggedriftet war, auf einmal: Stille. Dann ein erwartungsvolles:

“Und? Verstehen Sie, was unser Klient da macht?” –

“Ähm, mich interessiert der Arbeitgeber eigentlich erstmal nicht. Was für eine Tätigkeit sollte ich denn da überhaupt ausüben?” -”Das ist aber seeeeehr ungewöhnlich!! Also verstehen Sie überhaupt, was die da machen?”

Langsam wurde ich wieder aggressiv…

“Ja Mann! Aber in welcher Position sehen Sie mich da?” -”Ihre Tätigkeit…blablablabla…Vertrieb ..blablabla…
also keine Angst, mit der Projektentwicklung oder der technischen Umsetzung würden Sie nichts zu tun haben müssen!!!”

Schon klar, er wollte das dumme Blondchen doch nicht abschrecken!

“Stupider Vertrieb im Klartext?” –

“Also bitte! Ihr Wording ist aber sehr fragwürdig!..”

Ey Mann, ich hab nicht “Sales-Schlampe” gesagt!!!

“Sie würden quasi die wichtigste Funtion ausüben…blablabla..”

Jetzt wurde er leicht wütend…

“Verstehen Sie, was Sie da machen sollen?” -”Scheinbar nicht, denn ich verstehe nicht, wie Sie da ausgerechnet auf mich kommen!” -

“Ja, aber das hat ja im weitesten Sinne was mit Marketing zu tun und auch mit Internet und und und…”

Urplötzlich hat ihn wohl sein Enthusiasmus und seine Überzeugung in mir sein beigeistertes Opfer gefunden zu haben verlassen….

“Wie auch immer, ich bedanke mich für Ihr (vorgetäuschtes) Interesse und blablabla…”KLACK!

Na toll, jetzt fing es gerade an Spaß zu machen und bevor ich noch etwas erwidern konnte, legt der Idiot auf! Gemein!Dabei hatte ich doch nur noch eine einzige Frage:

“VERSTEHEN SIE, WAS ICH MACHE???”


Ps: Wer dem guten Herrn seine Arbeit abnehmen möchte, bewirbt sich einfach hier. ;-)




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