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27. Aug. 2009

audrey

Für diejenigen, die es nicht erkannt haben: das sind die ersten Zeilen des Buches, das Paul “Fred” Varjak über seine Freundin Holly Golightly in dem Film Breakfast at Tiffany’s verfasst. Diesen Film liebe ich seit Jahren und verehre Audrey Hepburn sowieso.

Daher war es immer Pflicht für mich, irgendwann mal nach New York zu reisen und auf Holly’s Spuren zu wandern. Endlich war es jetzt soweit und ich bin todesmutig in ein Flugzeug gestiegen, um mir diese Stadt anzuschauen.

Meine Euphorie beim Betreten des amerikanischen Bodens wurde leider erstmal durch die dicke, böse Frau an der Passkontrolle gebremst, die mich wie eine Schwerverbrecherin behandelte. Egal, davon wollte ich mich nicht unterkriegen lassen und habe mich auch noch von der Busticketverkäuferin am Flughafen und dem Busfahrer blöd anmaulen lassen bevor ich endlich in Manhattan ankam.

Auf dem Stadtplan sah die Strecke vom Busbahnhof zum Hotel auch gar nicht so weit aus, also wozu ein Taxi, wenn man doch auch noch schön am Times Square vorbeispazieren kann… War mit nem Koffer und gefühlten 200 % Luftfeuchtigkeit das bescheuertste was man machen konnte. Aber wenigstens war ich keine 10 min da und hatte schon den “Naked Cowboy” gesehen. Erster Haken an der To See-Liste gemacht ;-)

Der Sightseeing-Marathon ging die folgenden Tage weiter und ich denke, ich hab so ziemlich alles mitgenommen:

Aufs Empire State Building rauf, zur Freiheitsstatue (aber nur von weitem), Central Park, alle geilen Museen leider nur von außen (abschreckend lange Warteschlangen), Times Square mehrmals (war nur 200 m vom Hotel entfernt), Broadway, China Town, SoHo, Grand Central Station (genauso beeindruckend, wie ichs mir vorgestellt hatte!!!), Lincoln Center, mit dem Doppeldeckerbus durch Harlem (aussteigen wollte ich da nicht..), usw.

Alles in allem eine sehr geile Stadt, die auf jeden Fall eine Reise wert ist. Trotzdem hatte es logischerweise nichts mehr mit meinem Audrey-NewYork von 1961 zu tun. Diesen Charme, den die Film-Szenen versprühen, wenn Holly morgens nach einer Party zu Tiffany’s schlendert gab es leider nicht. Ich hab es selber versucht und bin Sonntags morgens gegen 6 Uhr zu Tiffany’s gelaufen. Leider war es selbst um diese Uhrzeit schon verdammt laut und hektisch.

tiffy

Selbst in Deutschland angekommen hatte ich noch einen richtigen Flash von den Eindrücken und überhaupt von dieser Statd. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich ein bißchen erleichtert war, als ich wieder in DüsselDORF gelandet bin – das hat natürlich auch ein wenig damit zu tun, dass ich grundsätzlich erleichtert bin, wenn ich lebend aus einem Flugzeug steige. ;-)

Mein Fazit: New York – immer wieder gerne… zu Besuch, denn irgendwie mag ich Europa doch ein bißchen lieber… Also nächstes Mal Rom (”Ein Herz und eine Krone”) :)

Ps: Und als ich Holly schon etwas aus den Augen verloren hatte, fuhr der Doppeldeckerbus auf einmal an dem Ort vorbei, wo die Schlußszene von Breakfast at Tiffany’s gedreht wurde.

final

19. Aug. 2009

Nachdem die Suche nach einer neuen Sportart ja nicht so richtig ins Rollen kam, entwickelt sich Jens E.’s Aufruf zum monatlichen BadTaste-Hitparaden-Bloggen scheinbar zur neuen Volkssportart.

Der witzige Jens und der schöne Apache Bosko haben schon ordentlich schlecht vorgelegt – unglaublich was es für nen Müll gibt da draußen!! Fränksetänk hat angesichts einer bevorstehenden BadTaste-Party, auf der man den Partybesuchern Songs widmen kann die ersten Widmungen unters Volk gebracht.

Da ich angesichts der 600 km-Hürde nicht jede schlechte Party in München mitnehmen kann und somit wahrscheinlich körperlich nicht anwesend sein werde, lasse ich auch mal ein paar- natürlich musikalisch grausame- Widmungen da:

Für alle Anwesenden: Frauenarzt & Manny Marc – Das geht ab

Jens W.: Michael Wendler – Sie liebt den DJ (geiles Video inkl. Interview!)

Fränk: Schnuffel – Kuschel Song

Bosko: Die Schröders – Lass uns schmutzig liebe machen

Jens E.: France Gall – Der Computer Nr. 3

Flo L.: Absturz – Es ist schön ein Punk zu sein

Inga S.: Kate Perry – I kissed a girl

Dann feiert mal schön schlecht!! Beim Karaoke-Kegeln bin ich natürlich am Start!

Bin jetzt erstmal raus – ab nach New York!! Wehe es stört mich jemand in meinem Shopping-Rausch!

UPDATE

Wie konnte ich nur Womanizer Albrecht vergessen?? Hier noch ein paar weitere Widmungen:

Albrecht: Münchener Freiheit – Bis wir uns wiederseh’n

Nachdem ich heute Nacht nen wirren Traum hatte, in dem Fettes Brot einen Song über Richard O. gesungen haben…

RiccY: Fettes Brot und James Last – Ruf Mich An

Und dann noch meine Sweethearts Jochen und Jessi: Roger Cicero – Internet Single Börse

12. Aug. 2009

Wie vielleicht einige von euch mit bekommen haben, ist letzten Donnerstag Willie DeVille gestorben. Ein großartiger Musiker!
Ich habe das Glück gehabt, ihn 2002 während des Traumzeitfestivals ein paar Tage erleben zu dürfen.
Ich habe ihn als arschcoolen Künstler kennengelernt, der sich einen Dreck um die Meinung anderer gekümmert hat – sehr sympatisch.
Als ich ihn vom Hotel zum Veranstaltungsort gefahren bin, hat er sich leider auch nicht um das Rauchverbot im gemieteten A8 gekümmert, obwohl ich ihn mehrfach darauf hingewiesen habe.

An diese gemeinsame Autofahrt musste ich unwillkürlich denken, als ich Freitag von seinem Tod erfahren habe und als ich überlegt habe, wer noch mit im Auto saß, musste ich ich mal kräftig schlucken…
Er ist der zweite von 4 Insassen, der viel zu früh und jung gestorben ist.

Da ich sowieso dank meiner Flugangst angesichts meines bevorstehenden 8 – Stunden – New York – Fluges nächste Woche schon leicht panisch bin, hat mir das noch den Rest gegeben! Also Leutz, wenn mein Flieger abstürzen sollte, informiert schon mal Willies Frau, die auch mit im Auto saß…Paranoia-Miri!!!

R.I.P. Michi und Willie!

7. Aug. 2009

Eigentlich dachte ich immer, dass ich auf meinem meta-xing-Profilfoto recht zufrieden dreinschaue… Anscheinend vermuten aber einige, dass sich auf der versteckten linken Gesichtshälfte ein gieriger Blick nach einem neuen Job verbirgt.

Erst letzte Woche rief mich einer dieser Schlaumeier an, um mir ein umwerfendes Jobangebot zu machen:

“Guten Morgen! Schön, dass ich Sie persönlich erreiche. blablablablabla”


Da es noch sehr früh war und mich diese enthusiastische Begrüßung leicht agressiv machte, unterbrach ich ihn ihn ziemlich knapp. Aber die Blitzbirne meinte messerscharf kombiniert zu haben, dass ich “gerade nicht reden” könne.Das ist sowieso immer die geilste Eröffnungsfrage bei solchen Anrufen: “Frau F., können Sie reden?” WTF? Wenn ich nicht reden könnte, müsstest Du mich nicht anrufen, sondern einfach ne E-Mail mit nem Jobangebot für Pantomime-Künstler oder Stummfilmdarsteller schicken!!!

Na gut, in dem Fall hatte der Typ aber recht, denn es war 8:15 Uhr, da knurre ich höchstens. Reden kann man es zumindest nicht nennen.

“Wann kann ich Sie denn anrufen?” -”Später!!” -

“Wann denn später? Können Sie mir das konkreter sagen” -

“Nein, geben Sie mir Ihre Nummer. Ich ruf zurück.” -

“Wann werden Sie mich denn zurückrufen?”

Kerl, Kerl , Kerl, der Typ hat aber in der Lassdichnichtabwimmeln-Schulung gut aufgepasst!

“Später!!!!”

Er hinterließ seine Nummer und da ich bekanntermaßen ein verdammt neugieriger Mensch bin, rief ich mittags zurück, um mir sein Wahnsinns-Angebot mal anzuhören.Er schien nicht wirklich überrascht, dass ich tatsächlich zurückrief, was mich wiederum verwunderte, vielleicht weil mir morgens der arrogante Tonfall in seiner Stimme noch nicht aufgefallen war. Der Typ war auf jeden Fall verdammt von sich überzeugt, oder hat auch im liebedichselbst-Kurs gut aufgepasst.

“Schön, dass Sie anrufen. Ich hoffe nun können wir ungestört reden…blablabla
…Bei der Angebot, das ich Ihnen heute machen möchte, handelt es sich um einen Job bei DEM Marktführer seiner Branche!…”

Na klar, sind se ja immer..

“…unser Klient entwickelt webbasierte Lösungen…”

Man hört, dass er den Scheiß abliest…

“für das Marketing und blablablablabla……”

Als ich dachte, der Monolog würde niemals enden und schon halb-verzweifelt gedanklich weggedriftet war, auf einmal: Stille. Dann ein erwartungsvolles:

“Und? Verstehen Sie, was unser Klient da macht?” –

“Ähm, mich interessiert der Arbeitgeber eigentlich erstmal nicht. Was für eine Tätigkeit sollte ich denn da überhaupt ausüben?” -”Das ist aber seeeeehr ungewöhnlich!! Also verstehen Sie überhaupt, was die da machen?”

Langsam wurde ich wieder aggressiv…

“Ja Mann! Aber in welcher Position sehen Sie mich da?” -”Ihre Tätigkeit…blablablabla…Vertrieb ..blablabla…
also keine Angst, mit der Projektentwicklung oder der technischen Umsetzung würden Sie nichts zu tun haben müssen!!!”

Schon klar, er wollte das dumme Blondchen doch nicht abschrecken!

“Stupider Vertrieb im Klartext?” –

“Also bitte! Ihr Wording ist aber sehr fragwürdig!..”

Ey Mann, ich hab nicht “Sales-Schlampe” gesagt!!!

“Sie würden quasi die wichtigste Funtion ausüben…blablabla..”

Jetzt wurde er leicht wütend…

“Verstehen Sie, was Sie da machen sollen?” -”Scheinbar nicht, denn ich verstehe nicht, wie Sie da ausgerechnet auf mich kommen!” -

“Ja, aber das hat ja im weitesten Sinne was mit Marketing zu tun und auch mit Internet und und und…”

Urplötzlich hat ihn wohl sein Enthusiasmus und seine Überzeugung in mir sein beigeistertes Opfer gefunden zu haben verlassen….

“Wie auch immer, ich bedanke mich für Ihr (vorgetäuschtes) Interesse und blablabla…”KLACK!

Na toll, jetzt fing es gerade an Spaß zu machen und bevor ich noch etwas erwidern konnte, legt der Idiot auf! Gemein!Dabei hatte ich doch nur noch eine einzige Frage:

“VERSTEHEN SIE, WAS ICH MACHE???”


Ps: Wer dem guten Herrn seine Arbeit abnehmen möchte, bewirbt sich einfach hier. ;-)




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