Loveparade 2010

Ich habe lange überlegt, ob ich zu dieser unglaublichen Katastrophe, die knapp 200 Meter von meinem Elternhaus entfernt geschehen ist, etwas schreiben soll…

Ja, ich war da. Mir geht es gut. Aber ich kann immer noch nicht begreifen, warum so etwas passieren musste.

Ich bin gegen ca. 14 Uhr zusammen mit 5 weiteren Freunden in Duissern losgelaufen, um zur Loveparade zu gehen. Mal schauen, was da so los ist und mir die ganzen bunten, durchgenallten Typen anschauen, dachte ich mir.

Ich hatte mich im Gegensatz zu meinen Freunden kein Bißchen über die Veranstaltung im Vorfeld informiert. Es hatte mich einfach nicht interessiert.

Umso verwunderter war ich, als wir am Bahnhof ankamen und gar nicht auf direktem Wege zum Gelände kamen. Es hat mich zu dem Zeitpunkt einfach genervt, den langen Weg durch die Innenstadt nehmen zu müssen, was eigentlich aber keine doofe Idee war, da sich die Menschenmassen auf dem Weg zum Gelände etwas “verteilt” haben. Niemals hätte ich mit so vielen Menschen gerechnet.

Auf dem Weg zur Karl-Lehr-Straß mussten wir immer wieder vor Absperrungen stehen bleiben und warten. Auch das macht absolut Sinn, da man die Leute schon Kilometer vorher “gebremst” hat und dadurch verhindert werden sollte, dass sich die ganzen Masse am Eingang staut.

WAS allerdings schon zu dem Zeitpunkt absolut fatal war, war dass es keinerlei Durchsagen oder Erklärung für den Stopp gab. Schon bei der ersten Absperrung drängten die Leute vorwärts und wollten wissen, warum es nicht weiter geht. Hätte man einmal eine Durchsage gemacht, dass man in ein paar Minuten weiterkommt, hätten die Leute sicherlich nicht so gedrängt, sondern einfach abgewartet, dass es weitergeht. Die Stimmung war nämlich grundsätzlich sehr friedlich und entspannt.

Was mich zu dem Zeitpunkt schon verwunderte war, dass Rettungswagen immer wieder durch die Menschenmenge fuhren um zum Festivalgelände zu kommen. Ich dachte mir nur, dass es doch eigentlich bei solchen Veranstaltungen einen Rettungsweg geben muss. Gab es nicht.

Nachdem wir die erste Absperrung passieren konnten, konnten wir ca. 300 Meter entspannt weiterlaufen, bis wir erneut anhalten mussten, da die Strecke schon wieder abgesperrt war. Jetzt wurde es einer Freundin von uns zu viel und sie wollte unbedingt umkehren. “Ich habe Angst. Die haben das hier überhaupt nicht im Griff. Stellt euch mal vor, hier bricht Panik aus.”, meinte sie.

Da ich auch nicht gerade ein Freund von Massenveranstaltungen bin und schnell Platzangst bekomme, wollte ich mit dem befreundeten Pärchen zurückgehen und mir das Spektakel entspannt vom Rand aus anschauen. Doch ich ließ mich überreden, weiterzugehen. Die beiden Freunde, die wir noch für überängstlich hielten, drehten an dieser Stelle um.

Und weiter ging’s. Bereits nach der nächsten Straßensperre wurd mir etwas mulmig, weil die Massen hinter uns, sich einfach an ein durchgelassenes Polizeiauto ranhängten, um dadurch auch noch schnell durch die Absperrung zu kommen. Sie drückten dabei auch einen Absperrzaun um.

Allerdings hätte dort noch die Möglichkeit bestanden, irgendwie über die Zäune am Rand, der Masse zu entkommen.

Mit weichen Knien ging ich weiter und sagte mir, dass ich jetzt mal “runterkommen” müsse und wir ja schon fast da seien. Als wir dann aber durch den Tunnel gingen und kurz vor dem Ziel schon wieder vor einer Absperrung warten mussten, bekam ich innerlich Panik. Der Tunnel füllte sich immer mehr mit Menschen, es war super heiß und stickig und ich war froh, wenigsten noch kurz vorher eine kalte Cola für meinen Kreislauf gekauft zu haben.

Meine Freunde merkten, dass ich Panik bekam und versuchten mich zu beruhigen. Ich sagte, dass ich hier raus muss und auch meiner Freundin wurde es jetzt zu viel. Ich schrie noch ein Pärchen an, das sich an mir vorbeidrängelte, dass es nicht weiterginge und sie aufhören sollten, nach vorne zu drängen. Der Mann meinte nur, dass sie “doch nur noch hier raus” wollten. Als uns dann auch noch auf einmal Leute von vorne (wo ja eigentlich die Absperrung sein sollte) entgegenkamen, schrie ich meine Freunde an, jetzt “da links zur Seite” abzuhauen.

Die Jungs hielten uns fest und boxten uns irgenwie an den Rand raus. Und siehe da: das war der Eingang!! Die Leute wussten gar nicht, dass man dort auf das Gelände kam. Alle hatten einfach wie bei den Absperrungen zuvor, darauf gewartet, dass es geradeaus weiterginge. Ein Freund von mir sprach den nächsten Polizisten an, um ihm zu sagen, dass es in dem Tunnel sehr gefährlich ist und die Menschen langsam Panik bekommen. “Macht doch bitte mal eine Durchsage, es weiß doch niemand, dass man hier aufs Gelände kommt. Das wird gefährlich!” Die Antwort des Polizisten war: “Jaja, ich geb’s weiter.” Arschloch!

Endlich waren wir da. Nach zweieinhalb Stunden Gequetsche. Endlich Luft. Wir atmeteten erst einmal durch, tranken einen Schluck “Cuba Libre” und schauten uns auf dem Gelände um.

Es war Platz! Man konnte problemlos überall langgehen, stehenbleiben zum Tanzen oder sich etwas zu Essen kaufen. Wir machten uns auf in Richtung Hauptbühne und ließen uns irgendwann von der guten, ausgelassenen und sehr friedlichen Stimmung anstecken.

Wir tanzten, tranken und feierten. Zwischendurch versuchten wir immer mal wieder, Fotos oder Posts bei Facebook hochzuladen, was aber nicht ging, da die Netze total überlastet waren.

Nach ca. 2 Stunden machten wir uns auf den Weg ans andere Ende des Geländes und waren super drauf. Wir fanden das Gelände toll, weil es so einen “Festival-Charakter” hatte. Als wir am Ein-/Ausgang vorbeikamen wollten wir mal kurz schauen, wie es unten im Tunnel aussieht. Ob immer noch Menschen ankamen. Aber der Tunnel war leer. Nur ein paar Krankenwagen standen dort und wir freuten uns, dass man anscheinend dann später entspannter nach Hause gehen konnte.

Gegen 19:15 Uhr schaute ich dann noch mal auf mein iPhone und wunderte mich über die zahlreichen SMS und Anrufe.

Da stand nur “Ich hab es gerade im Fernsehen gesehen. Geht’s euch gut? Meldet euch bitte!” u. Ä.

Einer der Freunde wusste es schon seit ca. 20 Minuten und hatte es absichtlich für sich behalten, damit wir keine Panik bekämen. Panik war jetzt auch das falsche Wort. Ich war geschockt, wollte es nicht glauben obwohl ich ja selbst nur Stunden zuvor noch Panik in dem Tunnel hatte. Sowas passiert doch nicht. Auf sowas sind die doch hier vorbereitet, dachte ich. Meine nächster Gedanke war, dass jetzt hier oben auf dem Gelände Panik ausbrechen wird. Aber zum Glück blieben die Leute um mich rum ruhig. Die Party lief weiter – das einzig Richtige, meiner Meinung nach. Hier und da sah man Leute, die mit weitaufgerissenen Augen auf ihr Handy starrten. Langsam wusste man, was geschehen war, weil uns die SMS von Außen erreichten.

Die Menschen blieben zum Glück trotzdem ruhig.

Wir blieben noch ca. 2 Stunden auf dem Gelände, weil es unsere Meinung nach das Sichersten war. Wir beantworteten die SMSen, riefen Freunde und Familie an, um zu sagen, dass es uns gut ginge.

Als es dunkel wurde und das Gelände sich langsam leerte, machten auch wir uns auf den Weg nach Hause. Zum Glück verlief der Heimweg ohne weiteres Gedränge.

Zuhause angekommen, schauten wir uns die Bilder, Nachrichten und Augenzeugenberichte im Fernsehen und Internet an und konnten es immer noch nicht fassen.

Irgendwann gingen wir alle schlafen, aber bereits um 4 Uhr morgens war ich hellwach und konnte nicht mehr weiterschlafen. Der Schock hatte nachgelassen und mir wurde das ganze Ausmaß erst richtig bewusst. Auch wie viel Glück wir gehabt haben!

Ich fasse bis jetzt noch nicht, dass so etwas Schlimmes in “meiner Stadt” passiert ist. In dem Tunnel, durch den ich so oft gefahren bin, um zur Schule etc. zu kommen.  Dass Menschen, die genau wie wir nur aus Neugierde und Spaß zu dieser Veranstaltung gehen wollten jetzt tot sind. Wie viel Leid jetzt unter den Angehörigen herrscht. Wie sinnlos das ganze ist. Dass Leben gelassen wurden, um zu einer Party zu gehen.

Ich hoffe, dass ich die Bilder, die ich zum Glück nicht live, sondern “nur” im Internet gesehen habe, bald verblassen. Dass die Angehörigen Kraft finden, um zu verarbeiten, was man nicht begreifen kann. Und dass es zumindest ein Signal für die Zukunft ist, solche Veranstaltungen unter derart schlechten Bedingungen nicht mehr durchführen zu dürfen.

Danke Sarah, Lukas und Randolf, dass ihr auf mich “aufgepasst” habt.

21 thoughts on “Loveparade 2010

  1. Eindrückliche Schilderung und Gänsehaut pur beim Lesen. Danke fürs Teilen!
    Gut, dass für euch alles gut ausgegangen ist (auch wenn wir uns nicht kennen)

  2. Der Tunnel war als Ein- und Ausgang völlig ungeeignet, da hast Du recht. Ich stand ja vor dem Tunneleingang auf Höhe der Treppe, als die Panik ausbrach. Im Grunde habe ich jetzt erst realisiert, dass da Menschen vor der Treppe auf dem Boden lagen.

    Übrigens kann man jetzt zu Fuß recht nah an die Unglückstelle rangehen, um dort Blumen und Kerzen aufzustellen.

  3. Pingback: Polizeiversagen bei der Duisburger Loveparade-Katastrophe 2010 aus Teilnehmer-Sicht | Das Randolf Jorberg Blog

  4. Hey Miri, schön zu wissen dass es dir gut geht! Es ist kaum zu glauben dass auf dem Gelände ausharren sicherer als gehen war. Ich kann es auch noch nicht fassen, dass “so was” in Deutschland passieren konnte.

  5. Pingback: “Wir sind noch auf dem gelände. Wir leben!” – Loveparade 2010 » Gelbzucht Blog

  6. Pingback: Das traurige Ende der Loveparade | Denk mit mir!

  7. Gänsehaut pur. Auch wenn ich dich nicht kenne, bin ich sehr froh, dass es dir und deinen Freunden gut geht! Ich bin derzeit in Südafrika und habe nicht wirklich etwas von dem Unglück mitbekommen, vielen Dank für die Schilderungen!

  8. Schrecklich und einfach grauenvoll.Ich war selbst auf der LP.Als wir von Dortmund aus los gefahren waren, hab ich mich noch richtig gefreut.Die Zugfahrt hin,war auch noch in ordnung.In Duisburg angekommen,maschierten wir zusammen mit allen anderen richtung Partygelände.Das entspannte laufen,hatte schnell ein Ende.Bevor man sich versah,standen wir direkt in einer riesen Menschenmenge.Keiner wusste was vor einem gesah.Ich hörte die ersten Krankenwagensirienen,die Wagen kamen nirgendswo durch.Nach ner ganzen Weile kamen wir auch zur ersten Absperrung,kurz vor dem Tunnel.Es wurde gedrängelt u geschubst.Dort haben wir auch gute 30 Min in dieser Schalnge verbracht.Langsam konnte man sich in die einzelnen Schlangen einfädeln,doch es ging auch nicht vorran.Es wurden wieder ein paar leute durchgelassen,darunter auch ein Freund von mir.Bevor ich durch gehen konnte,hat das Sicherheitspersonal erneut zu gemacht.So, nun stand ich da,hinter mir wurde nun richtig gedrückt.Ich honnte mich auch nicht umdrehen,um zu sehen was hinter mir passiert,die Seiten waren eher einzusehen u da war es schon kein schönes Bild.Menschen wurden vor die Absperrungen gedrückt,es wurde gerufen u.v.m.Ich fragte den Sicherheitsmann,was nun weiter gescheht, er meinte nur,es werden alle nach und nach rein gelassen,man sollte sich keine Sorgen machen(Naja,glauben konnte man dem echt nicht).Endlich nach ca.15 Minuten wurden auch wir durchgelassen.Ich habgedacht das ich es nun überstanden habe u es nun schön werden konnte,habe mich aber zu früh gefreut,nach dem ich gute 50 Meter, ohne Bedenken weiter gehen konnte,stand ich erneut umgeben von unzähligen Menschen am Tunnel.Mir wurde schon immer schlechter,da man auch nicht gesehen hat,wo dieser tunnel endete,was dort drinnen passiert.Es kamen uns immer mehr Leute entgegen die raus wollten,von hinten wurde weiter gedrückt.Von Min zu Min wurde mir schlechter.Auch ich dieser Menschenmasse gab es kein vorran kommen.Langsam ging es vorran,es wurde gejubelt u gesungen.Viel machten Handyvideos.Ich sah Tageslicht,wir kamen rechts um die Ecke,immer noch umgeben von tausend Menschen,links neben mir,fingen sie an Maste hoch zu klettern.Meine Angst wurde dadurch nicht weniger,doch unmöglich umzukehren um abzuhauen.Uns blieb nichts anderes als weiter durch die Menge.Nach langem schieben u drängen,kamen wir vorran,richtung Partygelände.Mittlerweile war es schon nach halb fünf.Wir konnten die Floats sehen u ich dachte mir,jetzt kann die Party anfangen.Wir gingen richtung Hauptbühne u suchten uns einen platz wo wir auch bleiben konnten.Langsam fingen wir an zu Tanzen bis ich eine Sms um kurz nach Fünf von einem Freund bekam,der auf dem weg zur LP war und im Radio gehört habe,das bei einer Massenpanik am Tunnel schon 10 Menschen tot sein.Oh Gott,was machen wir denn jetzt,wir versuchten unsere Familien u Freunde zu erreichen das es uns gut ginge,doch nichts tat sich.Nachdem wir endlich jemanden erreicht haben,berichteten sie uns die schlimmen Dinge die weiterhin passieren.ich konnte es nicht glauben u wollte nur noch nach Hause.Auf dem weg nach Hause,am bahnhof,standen wir in einer Menschentraube,da man ja keine Leute auf den bahnsteig gelassen hat,als die Absperrung aufgemacht worden ist,wurde so gequetscht,das ich kaum noch Bodenkontakt hatte,ich konnte meine Arme kaum bewegen u mir blieb die Luft weg,ich hatte richtig schiss,zusätzlich das ich meine Freunde verliere.Im Bahnhof drin,bekam ich fast einen Heulkrampf,meine Hände haben gezittert.Die Angst saß in den Knochen.Je ruihger es wurde umso mehr realisierte ich das gesehene.Hätten uns die Sicherheitsleute noch ein wenig länger an der ersten Absperrung gehalten,wäre ich mitten drin gewesen,was ein paar Minuten ausmachen konnten!!Ich bin ziemlich geschockt über das ganze u bekomme die Horrorbilder nicht aus meinem Kopf. Mein herzliches Beileid an die Angehörigen uvm! Ein schrecklicher Tag,für mich u alle die da gewesen sind.

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  12. Ich schaue die ganze Zeit N-Tv. Ich bin knapp drum rum gekommen. Ich seh die Bilder und mir wird einfach nur schlecht. Wie kann man das machen!!?? Ich verstehe es einfach nicht!!! Gänsehaut und Tränenfaktor pur!!! Es wird einem immer bewusster, je mehr man die Bilder sieht, in welcher GEFAHR man eigentlich war!!!

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  14. Der Bericht ist wirklich sehr eindrücklich geschrieben und ich habe total an den zeilen geklebt. Ich habe davon erst am Sonntag erfahren und aber erst am nächsten tag wirklich realisiert was da passiert ist…
    Ich habe selber totale platzangst und weiß nicht was passiert wäre wenn ich in dem tunnel festgesteckt hätte. Mein allerherzlichstes Beileid an alle Opfer und Beteiligten.

    Ich lese schon den ganzen Tag Augenzeugenberichte im Internet um es richtig zu begreifen. Am schlimmsten sind immer diese Tv-sendungen mit dieser emotionalen musik; da bin ich immer den tränen nahe…!

    Immernoch unfassbar das ganze..
    R.I.P.

  15. Hallo Miri,
    schön zu wissen das es dir gut geht.Eine Freundin von kam schwer verletzt ins Krankenhaus aber sie ist seit heute Morgen übern Berg.Ich finde es unglaublich was dort passiert ist.Ich war früher oft auf der Loveparade in Berlin und konnte miterleben wie friedlich alles ablief.Ich finde es unverantwortlich ein Gelände das eigentlich nur für 500 000 ausgelegt ist mit nur einem Zu- und Ausgang für so eine Großveranstaltung frei zugeben.Auch ist es unverantwortlich von Polizei und Organisatoren das heute in den Medien so leichtfertig abzutun.
    Allen Angehörigen der Opfer gilt mein Beileid.Ich hoffe das man in Zukunft aus dieser Tradödie gelernt hat und die Verantwortlichen ihre gerechte Strafe bekommen.

  16. oh mann. ich wollte noch mit meiner Freundin hin.
    Wir sind aber nicht hin letztendlich. Wegen Zufällen!!!
    Und da wird mir eiskalt. Glaub wenn wir da gewesen wären wäre ich auch gar nicht rein, wie deine Freundin. Werde dann schon vorher aggressiv, wenn ich Gefahr sehe.
    Ich habe selbst extreme Platzangst. Von daher, wie einer meiner besten Freunde meinte “ich bin froh, dasss du nicht da warst”.

  17. Pingback: Erinnerungen von Augenzeugen – zusammengefasst und verlinkt « Dokumentation der Ereignisse zur Loveparade 2010 in Duisburg

  18. Furchtbar was euch passiert ist, noch furchtbarer das vielleicht schon 2 simple große Hinweisschilder gereicht hätten, das Problem zu beseitigen. Ich recherchiere aber noch in eine andere Richtung. Ich frage mich, ob die Handynetze wegen der Anrufe besorgter Freunde &Angehöriger kollabiert sind, oder ob nicht schon vorher die Netze unter der Last des Ansturms von hunderttausenden kommunikativer junger Menschen in einer einzigen Funkzelle, die plötzlich mehr als 1% aller Kunden versorgen musste, kollabiert sind. Meine Recherchen zum Mobilfunkstandart sagen, das die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Fall war.

    Wichtig ist das deshalb: Wann genau hast du gemerkt, das im Mobilfunknetz nichts mehr geht. Deinem Text nach zu urteilen, möglicherweise schon in der Zeit von 16:30 bis 17:00

    Wenn nun die Organisation auf die Verwendung von Handys gestützt hat, wäre das ein Ansatz zu verstehen, warum Augenscheinlich plötzlich die Linke nicht mehr wusste, was die Rechte tut. Ich bitte dich daher, mir Mitzuteilen, wann du den Ausfall deines Providers bemerkt hast, und um Welchen es sich handelt. Außerdem wäre es hilfreich zu wissen, ob die UMTS hast.

  19. Ich freu mich für Dich/Euch, dass alles gut ausging! Das nächste mal höre besser direkt auf Dein Bauchgefühl und verlasse eine Situation, wenn sie Dir unangenehm wird, statt zu versuchen, erstmal “runterzukommen”, wie Du schreibst… Dein Gefühl lügt nicht… Liebe Grüße & alles Gute!!

  20. Danke, dass Du deine Eindrücke geschildert hast. Man hat ja schon das Gefühl, dass die Menschen die dabei waren, dieses tragische Ereignis selbst aufklären müssen. Danke an alle die versuchen etwas zur Erhellung der Ereignisse beizutragen, ganz im Sinne der Wahrheitsfindung. Wer weiß ob eine Statsanwaltschaft sonst überhaupt das Interesse hätte alles aufzuklären. Ihr und eure Öffentlichkeitsarbeit zwingt sie dazu. Nochmals danke, das ist ganz im Sinne unseres Rechtsstaates.

  21. Danke für die genaue Beschreibung. Wirklich schrecklich was da passiert ist. Auch jetz über ein Jahr danach, krieg ich Gänsehaut und mit steigen Tränen in die Augen wenn ich daran denke oder VIdeos davon sehe.

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